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weitere Entwicklung von Laußig

Viele Laußiger Männer wurden in den 1. und auch in den 2. Weltkrieg einberufen. 
Zum ehrenden Gedenken an die Opfer errichtete ein Denkmalausschuss(1920) sowie die Gemeinde Laußig das Kriegerdenkmal und eine Gedenkplatte.
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1934 entstand an der Mulde ein Kies- und Betonwerk. 
Der Beginn des 2. Weltkrieges im Jahre 1939 prägte auch das Bild der Produktion im Betonwerk Laußig. Es wurden Stahlbetonteile und Stahlbetonformstücke für Luftschutzbunker und Splitterschutzgräben sowie Stahlbetonteile für die Komplettierung von Flakständen auf Waggons der Deutschen Reichsbahn hergestellt.
Die Produktion von Schleuderbetondruckrohren lief auf vollen Touren. Sie wurden gebraucht für den Ausbau und die Erweiterung rüstungswirtschaftlich wichtiger Betriebe wie z.B. Munitionsfabrik Elsnig, Hydrierwerk Blechhammer, Bunawerke Merseburg, Elektrochemisches Kombinat Bitterfeld und andere.
Durch die Aufnahme dieser Produktion wurde die Fertigung von unbewehrten Rohren, Hohlblocksteinen, Zaunsäulen, Gehwegplatten usw. stark eingeschränkt. Der Bedarf der Zivilbevölkerung wurde in keiner Weise mehr berücksichtigt.     Nach Ende des 2.Weltkrieges kam es zu massiven Plünderungen im Werk. Motoren und andere wichtige Maschinenteile wurden abgebaut und für Lebensmittel eingetauscht.

Ab 9. Juli 1945  wurde mit 4 Mann wieder mit der Produktion begonnen. Entsprechend den Gegebenheiten wurden zielstrebig weitere Aufräumungsarbeiten organisiert. Für die Produktion standen noch keine Maschinen zur Verfügung. Somit mussten sämtliche Arbeiten durch manuellen Einsatz verrichtet werden. Sand und Kies mussten mit dem Schubkarren transportiert werden. Mit Schaufel und Gießkanne wurde die Betonmischung hergestellt.
Nachdem die Form der Zaunsäulen, Brunnenringe, Hohlblocksteine und Gehwegplatten mit der Schaufel voll Betonmischung gefüllt waren, wurde mit einem schweren Eisenstampfer per Hand die Mischung verdichtet.

             
Nach vielen Anfangsschwierigkeiten und mit viel persönlichem Engagement einzelner Aktivisten der ersten Stunde erreichten die Betonwerker, dass das Werk florierte. 1958 kam ein neuer, großer Betriebsteil hinzu, das Spannbetonrohrwerk. 
            
 
1963 Bau des Kulturhaus der Betonwerker.

 Kulturhaus Mittelschule
Bushaltestelle an der S 11 neue Eigenheime

           
Im Jahr 1969 erfolgte die Grundsteinlegung für ein von Holland gekauftes Gasbetonwerk, am 1.4.1970 nahm es die Produktion auf. 

Das Betonwerk und das Gasbetonwerk bildeten in Laußig und Umgebung den größten Arbeitgeber. Mehr als 2000 Menschen aus Laußig oder den umliegenden Orten fanden hier einen gesicherten Arbeitsplatz, bei voller sozialer Absicherung.  Das Betonwerk verfügte über eine zentrale Lehrausbildung für das gesamte Kombinat einschl. einem dazugehörigen Lehrlingswohnheim.
Im Werk gab es eine Sanitätsstelle und eine Zahnarztpraxis.
Eine Betriebverkaufsstelle bot vor allem Schichtarbeitern die Möglichkeit, sich mit Waren des täglichen Bedarfs zu versorgen.
Für die Urlaubszeit konnten von den Werktätigen betriebseigene Bungalows in Gniest genutzt werden. Die Kinder der Arbeiter und Angestellten erhielten die Möglichkeit, im betriebseigenen Ferienlager in Caputh* am schönen Schwielowsee (heute Gemeinde Schwielowsee, mit den neuen Ortsteilen Caputh, Ferch und Geltow), bei Potsdam, ihre Sommerferien zu verbringen.

Ab 1990 wurde der VEB Betonwerke Laußig in mehrere Firmen gesplittet bzw. übernommen. Übernahme des Gasbetonwerks in die Firma Ytong. In der Folge Übernahme durch den Konzern Xella, der bis dato produziert.                    

Neben der angesiedelten Industrie gab es in Laußig auch eine starke Landwirtschaft, z.B. auch den Betrieb der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft mit eigener Bank und ein Agrochemisches Zentrum – kurz ACZ genannt. Diese waren für die Belange der Landwirtschaft zuständig und entwickelten sich sowohl territorial als auch arbeitskräftemäßig ständig weiter. Da eine Stammbelegschaft erhalten werden sollte und laufend weitere Arbeitskräfte für die Industrie und Landwirtschaft benötigt wurden, wuchs die Bevölkerungszahl von etwa 550 Einwohnern in Laußig rasant auf 2.420 an. Immer mehr entwickelte sich Laußig zur Industriegemeinde  und dementsprechend veränderte Laußig sein Gesicht. Viele Familien mit Kindern verlegten ihren Wohnsitz nach Laußig. Deshalb mussten ab den 60er Jahren neue Wohnblöcke errichtet werden. Mittelschule (mit dem Schuljahr 2005/2006 wurde der Schulbetrieb eingestellt), Grundschule (mit dem Schuljahr 2014/2015 wurde der Schulbetrieb eingestellt) und Kindertageseinrichtungen wurden gebaut. Einweihung Kinderkrippe Ende 1970 mit 70 Krippenplätzen (nicht mehr als solche in Nutzung). Parallel dazu wurde auch ein Kindergarten mit ähnlicher Kapazität errichtet. Am 04.12.2010 wurde mit einem Festgottesdienst bereits das 40-jährige Jubiläum begangen.
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Die rasch anwachsende Bevölkerung mußte versorgt werden. 
1969  erfolgte der Neubau einer  Konsumkaufhalle.

             


Seit dem November 2010 wird diese Einrichtung des ehemaligen KONSUM durch das Unternehmen MARKANT Nah & Frisch weiterbetrieben.

Ab 1974 bildete Laußig eine Verwaltungsgemeinschaft mit Gruna und Pristäblich.

Ab 1990 gründeten sich in Laußig zahlreiche Vereine.  
April 1993 Grundsteinlegung für das Sportlerheim – am 20.05.1995 Eröffnung.

06.06.1994 - erster Spatenstich für ein modernes Einkaufszentrum, das "Heidecenter" Laußig, welches 1995 seine Eröffnung feierte. Im Laufe der Jahre verließen einige Mieter diese Immobilie, so z.B. Penny, der Bäcker, der Fleischer, ein Blumengeschäft. Etwa Ende Februar 2010 stellte  die Firma Kersten mit Geschenkboutique und Bistro ihre Präsenz ein und am 28.10.2010 schloss leider auch die Schleckerfiliale ihre Tore.
Eine zeitweilige Nutzung der ehemaligen Schleckerfiliale als Ausgabeplattform für die "TAFEL" wurde Ende Juni 2017 aufgegeben.
Der neue Standort der "TAFEL" ist  seit Anfang Juli 2017  in der ehemaligen Grundschule Laußig.

Als letzter Mieter im Einkaufszentrum hat am 01.02.2011 die Sparkasse ihren Service-Punkt in Laußig geschlossen.
Infolgedessen kommt ein Sparkassenmobil nach Laußig.
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Das "Heidecenter" steht nunmehr frei für neue Nutzer.
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Der Terminal-Standort/ Geldautomat der Volksbank wurde 2016 geschlossen.
Die nächst gelegenen Filialen befinden sich in Bad Düben und Eilenburg...

Das MDR-Fernsehen weilte am 21. März 2006 mit der Sendung
"Mach Dich ran"  in Laußig.

Am 01.07.2007 kamen zur bestehenden Verwaltungsgemeinschaft mit Gruna und Pristäblich die Ortschaften Authausen, Durchwehna, Görschlitz, Kossa und Pressel hinzu. Es entstand die Gemeinde Laußig.

Alte Bräuche wie Osterfeuer und Herbstfeuer werden in Laußig noch gepflegt.  Dazu lädt alljährlich die Freiwillige Feuerwehr ein, die mit Glühwein und anderen Getränken, sowie Leckerem vom Grill die Gäste bestens bewirtet.
Für die Kleinen ist ein solch großes Lagerfeuer immer wieder ein spannendes Erlebnis, bei dem sie toben und herumtollen können. Für die Erwachsenen ergibt sich mancher Small-Talk mit Nachbarn und Bekannten. 

Feiern anlässlich des Frauentag werden seit einigen Jahren im Ortsteil Laußig sowie im Ortsteil Authausen traditionell ausgestaltet. Immer mehr Frauen besuchen diese Treffen.. 

Pfingstmontag ist in Nordsachsen Mühlentag. Jedes Jahr wird er  an einem anderen Mühlenstandort eröffnet. 2010 war die Eröffnung  in Laußig an der Mühle Kräger, der ehemaligen "Plinsenmühle". Diese war einst eine Bockwindmühle, von der heute äußerlich nur noch der originale Bock zu sehen ist.

Seit Juli 2010 gibt es in Laußig wieder ein Dorffest, welches mit viel Engagement von mehreren ortsansässigen Vereinen organisiert wird.

Über die Gemeinde Laußig, mit den 8 Ortsteilen, wurde von der Heide Service e.G. im Jahr 2011 eine 
Infobroschüre erstellt.
  mm
Seit einigen Jahren wird am 1. Advent in die Kirche zu Laußig zu  einem gemeinsamen Adventssingen vom Heidechor Laußig e.V. eingeladen. Dazu gehört im Anschluss ein gemeinsames Kaffee trinken mit leckerem Vorweihnachtsgebäck.

Mittlerweile ist auch ein alljährlicher Laußiger Weihnachtsmarkt zu einer schönen Tradition geworden.

Seit Dezember 2015 hat die Gemeinde Laußig ihren Verwaltungsstandort von der Bahnhofstraße 1a in das Ländliche Bürgerzentrum in der Leipziger Straße 23 verlegt.

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